Unser Konzept !

Verlauf und Zusammenfassung des Projektes « 2% Linux »

Das Betriebssystem GNU/Linux ist zu einer echten Alternative zu Microsoft Windows und Apple Mac OS X angewachsen. Weltweit sind jedoch nur 1,8% der PC mit diesem Betriebssystem ausgerüstet. Gemäss Canonical, Hersteller der populärsten Linux Distribution, ist jedoch Ubuntu bereits auf 5% der im Jahr 2014 in den Schwellenländer verkauften Computer installiert.

Im Jahr 2013 konnte man sich in der Schweiz keinen vollständig funktionstüchtigen Computer mit vorinstalliertem GNU/Linux beschaffen. Mit einigen Ausnahmen konnte man sich auch keinen Computer ohne Microsoft Lizenz beschaffen. Nur einige Geeks benutzten Linux welches meistens auf älteren Computer installiert wurde. Ein Marktsegment war vorhanden und wurde von why! genutzt. Bereits nach den ersten Lieferungen im September 2013 waren die Benutzer der why! Computer von der Qualität der Maschinen, der einfachen Bedienung des Systems und der vorinstallierten Applikationen hell begeistert wie es die verschiedenen von den Kunden auf unserer Webseite hinterlassenen Kommentare bezeugen. Die enttäuschten Benutzer welche aus irgend einem Grund entschieden haben zu Microsoft oder Apple zurückzukehren kann man auf den fünf Finger einer Hand abzählen (von über tausend Computer die unterdessen verkauft worden sind).

In Europa sowie in den USA gibt es mehr als hundert Firmen die Computer unter GNU/Linux verkaufen wie zum Beispiel System 76 (https://www.system76.com ). In gewissen Länder wie zum Beispiel Frankreich können die Konsumenten aufgrund einer Rechtsentscheidung die Windows Gebühren zurück verlangen, was natürlich das Interesse an GNU/Linux wieder ansteigen liess.

Profil und Erwartungen von potentiellen Benutzer

Bei Privatkunden kann ein Computer verschiedene Funktionen ausführen. Historisch gesehen, dient er primär zur Erstellung, Verarbeitung und Speicherung von persönlichen Daten wie Texte (Lebenslauf, Mails, Thesen usw.) Kalkulationstabellen (Kostenverteilung, Energieverbrauch usw.) sowie Buchhaltungsdaten.

In diesem Bereich erwartet der Benutzer von seinem Computer, dass er auf seine Programme welche er bestens kennt sowie die dazugehörenden Daten solange wie nur möglich zugreifen kann. Wenn möglich ohne seine Maschine wechseln zu müssen. Für diese Benutzer drängt sich die Entscheidung für GNU/Linux und der freien Programme nahezu auf.

Die zunehmende Verbreitung des Web hat zu einer weiteren Nutzung des persönlichen Computers geführt. Der Benutzer eines Computers will heutzutage auf dem Internet surfen sowie Audio Video und Photos nicht nur austauschen sondern auch bearbeiten können. Es gibt eine Fülle von Programme dazu, die meisten davon sind jedoch für die Windows und Mac OS X Plattformen entwickelt worden und laufen nicht oder schlecht auf der Plattform GNU/Linux. Aber auch für diese Applikationen gibt es Äquivalents wie Firefox, Shotwell und Openshot um nur einige davon zu nennen welche auch unter GNU/Linux laufen. GNU/Linux wird also auch diesen Anforderungen gerecht.

Die professionellen Anwendungen von Adobe (Photoshop, Illustrator usw.) und das Programm Autocad wurden von den entsprechenden Editoren noch nicht für GNU/Linux umgeschrieben. Aber auch für diese Applikationen gibt es Äquivalents (Gimp, Scribus, Draftsight zum Beispiel). Die professionellen Anwender können demzufolge, wie einige Kunden von why! Es getan haben, trotzdem auf GNU/Linux umsteigen, allerdings ist solch ein Umstieg mit etwas Fleissarbeit verbunden. Mann muss sich an die neuen Programme gewöhnen und anpassen.

Zu Anfang war der Benutzer eines GNU/Linux Computers kein Fan von Computer Spielen. Aber auch auf diesem Gebiet tut sich einiges. Auf der einen Seite gibt es immer mehr Online Spiele (Web Browser genügt dazu), und auf der anderen Seite bietet der Online Spielverteiler Steam immer mehr Spiele unter Linux an. Zur zeit sind es nahezu 2000. Es kann also ab sofort auch unter GNU/Linux gespielt werden.

Fazit, das Zielpublikum von Computer welche unter GNU/Linux laufen wird immer grösser. Nur professionelle Anwender für deren Applikationen es keine Open Source Äquivalents gibt und Grossunternehmen welche massgeschneiderte proprietäre Anwendungen entwickeln lassen haben sind davon ausgeschlossen.

why! entspricht diesen Erwartungen

In einer ersten Phase wird why! auf den Markt der Grossunternehmen verzichten. In diesem Umfeld gibt es zu viele Anwendungen (wenig Webapplikationen!) die migriert oder sogar neu geschrieben werden müssten . Die Migrationskosten sind somit viel zu hoch.

In KMU's sieht die Situation anders aus. Oft verwenden solche Unternehmen nur eine oder zwei berufsspezifische Anwendungen für die es Open Source Lösungen bereits gibt.

80% der Arbeitsplätze werden von diesen KMU's geschaffen, deswegen besteht kein Zweifel dass GNU/Linux einen grossen Anteil dieses Marktes erobern wird.

Es ist schwer abzuschätzen welcher Anteil der Familien Computer für Spiele oder berufsspezifische Applikationen genutzt werden. Mehr als 98% können es jedoch nicht sein! In diesem Segment ist das Ziel „ 2% Linux „ realistisch. why! peilt deswegen einen nicht zu vernachlässigen Teil der Unternehmen und Privaten an welche es vorziehen den Computer zur Erstellung, Verarbeitung und Speicherung von Daten zu verwenden ohne ihre Hardware und Software des öfteren auswechseln zu müssen.

Zu diesem Zweck hat why! ein Betriebssystem mit langem Lebenszyklus gewählt (zur Zeit Ubuntu 14.04 Long Term Support). Somit wird sichergestellt, dass auch ältere Versionen einer gegebenen Anwendung längere Zeit genutzt werden können. Genau der Gegensatz zur programmierten Obsoleszenz.

Die Hardware muss natürlich ebenso lange dauern wie die Software. Aus diesem Grund bietet why! ein auf www.ifixit.com basierenden Diagnostik -und Ersatzteil Verkaufsdienst an um die Reparierbarkeit ihrer Geräte über eine Zeitspanne von mindestens zehn Jahren garantieren zu können. Um der Nichtverfügbarkeit von gewissen Ersatzteile entgegen zu kommen wird why! Langzeitdauer Benutzer mit den Besitzer von nicht mehr funktionstüchtigen oder überholten Computer in Verbindung setzen so wie es PodSpital (http://www.macworks.ch/podspital/) in Genf tut.

Zusätzlich wird why! darauf achten, dass nur getestete und absolut kompatible Peripheriegeräte seinen Kunden angeboten werden. Denn trotz grossen Fortschritte auf dem Gebiet der Normalisierung, bleibt die Anzahl der Peripheriegerät Hersteller die sich um die GNU/Linux Benutzer (ca. 2% Marktanteil) kümmern eher bescheiden. Dies ist ein bemerkenswerter Punkt. Apple hatte vor 15 Jahren auch nur 5% Marktanteil und musste für Apple spezifisch hergestellte Drucker vertreiben damit seine Kunden Ihre Dokumente drucken konnten.

GNU/Linux ist mit Sicherheit die nächste Success Story in der Welt der neuen Technologien der Information -und Kommunikation...

why! benutzt ausschliesslich freie Software um seine Dienste anzubieten.

Vereine und Unternehmen haben uns bereits vertraut. Wir haben für diese Kunden Webseiten (WordPress, Typo3) sowie Arbeitsumgebungen unter GNU/Linux geschaffen. (zum Beispiel mit Wine).